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Yotam Silberstein

Yotam Silberstein spielte mit erfahrenen Jazzgrößen, etwa den Saxofonisten Jimmy Heath, Charles McPherson oder George Coleman (mit dem er immer noch regelmäßig in New York auftritt). Auch wenn er also mit der Jazztradition groß geworden ist und sie aufsog, auch wenn er sich die Sprache von Wes Montgomery, Kenny Burrell und Grant Green angeeignet hat und auch wenn er sich als zeitgenössischer Jazzgitarrist neben Musikern wie Lage Lund, Mike Moreno, Romain Pilon und Gilad Hekselman einen Namen gemacht hat, so gibt es doch ein Element, das Yotam Silberstein herausragen lässt: seine Offenheit für die Welt und im Besonderen für den südamerikanischen Kontinent, der sein musikalisches Universum schon lange Zeit inspiriert.

Ohne Zweifel ist es der Laufbahn dieses Musikers zu verdanken, dass er, der in der weltoffenen Kultur von Israel geboren wurde und seit 2005 in New York lebt, ein wahrer Weltenbürger geworden ist. Einer, der im Laufe seiner Reisen und zahlreichen Tourneen eine große Affinität zu anderen Kulturen und Traditionen entwickelt und sie schließlich vollständig in seine musikalische Welt integriert hat. So ist er etwa mit dem argentinischen Pianisten Carlos „Negro“ Aguirre befreundet, er war Sideman beim jamaikanischen Pianisten Monty Alexander und beim kubanischen Saxofonisten Paquito D’Rivera, und auch der brasilianische Gitarrist Toninho Horta, der auf einem seiner Alben spielte, zählt zu seinen Freunden. Durch viele solcher Begegnungen hat Yotam fortwährend seinen Horizont erweitert und sein Spiel und seine Inspiration mit verschiedensten Einflüssen angereichert: von Uruguay bis Peru, von Venezuela über Argentinien bis Brasilien – Länder, die er meist mit seiner Gitarre als Pass bereist hat.